Die Preußen im Wasserschloss Heerse

Glockenspiel

Glockenspiel

Preußen ist vertreten durch die Nachbildung eines Glockenspiels, das sich bis 1943 im Turm der Garnisonskirche zu Potsdam bis zur Ausbombung befunden hat. OTL Klaar, ehem. Kommandeur des Fallschirmjägerbataillons 271 hat weit vor dem Mauerfall durch eine weltweite Spendenaktion die genaue Kopie des zerstörten Glockenspiels bei einer holländischen Glockengießerei anfertigen lassen.

Das Glockenspiel wurde in der Winkelmann-Kaserne in Iserlohn mit dem Versprechen aufgestellt, dieses nach der Wiedervereinigung auf den Platz der Garnisonskirche zu Potsdam zu verbringen.
OTL Klaar hat sein Wort gehalten. Davon konnte sich Manfred O. Schröder anlässlich einer 3-tägigen Einladung durch die seinerzeitigen Ministerpräsidenten Rau und Stolpe überzeugen.

Um Preußen auch in Ostwestfalen gegenwärtig zu halten, ließ Manfred O. Schröder ebenfalls bei der holländischen Glockengießerei ein verkleinertes Glockenspiel im Jahre 1990 anfertigen und im Schlosspark installieren.

Dieses Glockenspiel erklingt zur vollen und halben Stunde und spielt wie ehedem in Potsdam „Üb immer Treu und Redlichkeit“ und „Lobet den Herrn“ und endet jeden Tag um 19.00 Uhr mit dem Choral von Leuthen und der deutschen Nationalhymne. Das Glockenspiel wurde durch S.E. den Weihbischof von Paderborn, Dr. Paul Nordhues geweiht und von Justizminister Dr. Rolf Krumsiek unter Anteilnahme der Schützen und der Bevölkerung von Neuenheerse der Öffentlichkeit übergeben.

Im Jahre 2001, dem Preußenjahr, wurde am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, vor dem Glockenspiel eine Büste Friedrichs des Großen der Öffentlichkeit übergeben. Die Enthüllung nahm vor S.K.H. Prinz Christian Sigismund von Preußen, der mit seinem Sohn S.K.H. Prinz Christian Ludwig von Preußen gekommen war, zusammen mit den Landrat Hubertus Backhaus. Es war ein denkwürdiger Tag für Preußen und für Neuenheerse.

Nun steht auch ein aus Stein gehauener Stuhl neben der Büste Friedrichs II., auf dem schon Kaiser Wilhelm II., Generalfeldmarschall Erich Ludendorff und Reichspräsident Paul von Hindenburg gesessen haben. Die Tradition fortsetzend nahm auch S.K.H. Prinz Christian Sigismund auf dem Stuhl platz.

In einem separaten Raum ist Preußen vertreten durch Ölgemälde preußischer Könige, insbesondere ein Gemälde, das Friedrich II. zeigt. Auch Bronzebüsten von Friedrich II., Wilhelm I. und Wilhelm II. sowie von Otto von Bismarck sind vorhanden.

Porzellan

Porzellan

Auf Porzellangeschirr sind die preußischen Tugenden und patriotische Darstellungen abgebildet. Orden und Tapferkeitsauszeichnungen ergänzen die Sammlung, ebenso großformatige Fahnen und Stander.

Eine Besonderheit darunter stellen die im Süd-West-Raum ausgestellte Kaiserliche Flagge dar, die 207 x 170 cm große Reichsfahne in Schwarz-Weiß-Rot, die bis 1918 auf den deutschen Botschaften und Konsulaten im Ausland wehte und ein originales Kaiserstander, 200 x 200 cm, mit Kaiserkrone, der Kette des Schwarzen Adler-Ordens mit dem Gründungsjahr des Kaiserreiches 1871 und der Inschrift „Gott mit uns“.