Exkursion in die Antarktis mit Jean-Michel Cousteau

Es ist eines der höchsten Ziele der Vereinigten Museen die Umwelt zu Lande und zu Wasser soweit wie möglich in Ordnung zu bringen oder zu erhalten. Die Stiftung unterhält eine rege Zusammenarbeit mit verschiedenen Universitäten und Oberschulen. Zu Studienzwecken fand eine Reise statt, an der auch der Sohn Jean-Michel des weltweit bekannten und berühmten Ozeanologen, Tiefseetaucher sowie Biologe und Filmproduzent Jacques-Yves Cousteau, teilnahm.

Jacques-Yves Cousteau, mit dem schon seit jugendlichen Jahren bis zu seinem Tod eine enge Freundschaft bestand, hatte die drohenden Gefahren für die Meere und seiner Bewohner aller Kontinente aufgezeichnet und publiziert. Er hatte vor der Überfischung und Verseuchung für die Meere gewarnt und vorhergesagt, dass wenn die Meere sterben es das Ende der Menschheit bedeutet.
Jean-Michel Cousteau und die Wissenschaftler wollten als Zwischenstopp von Ft. Lauderdale kommend Porte-au-Prince in Haiti anlaufen um sich von den Lebensbedingungen der Bewohner eingehend zu unterrichten. Das war nicht möglich, da wenige Stunden zuvor das Erdbeben am 12. Januar 2010 die Hafeneinrichtungen zerstört hatte und viel Elend dem überbevölkerten und armen Land angetan hat.
Von Calloa / Peru wollten einige Wissenschaftler die Inka Stätte Machu Picchu per Flugzeug bis Cusco besuchen und von da ab mit der örtlichen Eisenbahn. Durch Dauerregen bedingt gerieten die Berghänge ins Rutschen, haben einen Teil der Eisenbahn begraben, die Brücke zerstört, der kleine Fluss war zu einem riesigen reißenden Strom angeschwollen und hatte viele Häuser und ein Hotel mit sich gerissen. Wie durch ein Wunder konnten die Wissenschaftler durch die Hubschrauber der Luftwaffe von Peru gerettet werden. Nach 5 Tagen wurden sie nach Lima geflogen, wo wir auf sie gewartet haben.
Insgesamt wurde die Exkursion von vielen Gefahren begleitet, wie z. B. – Erbeben in Haiti – Überschwemmung in Peru – Erdbeben in Santiago de Chile in der Stärke von 8,8 – die automatisch vorhandenen Gefahren durch unter Wasser schwimmende Eisberge – durch Überschwemmung von mehr als 1 Meter in Buenos Aires – und mehrfache Tsunamis in beachtlicher Höhe.
Unter sachkundiger Führung von Jean-Micheal Cousteau ging es dann nach Puerto Montt/Chile. Dann nach Ushuaia/Argentinien, der südlichsten Stadt der Welt, um nach entsprechenden Vorbereitungen über Kap Hoorn – mit Windstärken von 7 – 8 und Wellenhöhen von 5 Metern und mehr – in die Antarktis zu fahren. Der vor wenigen Jahren unbekannte, Ehrfurcht einflössende weiße 6. Kontinent – Terra Incognita – mit seinem ihm umgebenden eigenständigen Südlichen Ozean, ist nunmehr durch Menschen erreichbar. Es ist ein raues, eisiges jedoch schönes Stück Erde, das unbedingt erhalten bleiben und zur Existenzsicherung für eine gesamte Welt in ursprünglicher Form überleben muss. Inmitten der kalbenden, abgerissenen und sich gelösten Eisberge bzw. Gletscher besuchten wir dann mehrere wissenschaftliche Stationen, wie z.B. Palmer Station zum Gedankenaustausch und um weitere Kenntnisse durch die drohenden Erfahrungen der Klimaveränderung zu erfahren. Jean-Michel Cousteau ist begeistert von den Bestrebungen der Vereinigten Museen und gab die feste Zusicherung, sich vom Fortgang und der Komplettierung der naturkundlichen Ausstellung durch einen erneuten Besuch im Wasserschloss zu überzeugen.

Eheleute Schröder in der Antarktis

Eheleute Schröder in der Antarktis