Jubiläum zum Erwerb des Wasserschlosses vor 30 Jahren

In diesem Jahr jährt sich der Erwerb des Wasserschlosses Heerse zum 30. Mal.

1989 kauften die Stifter Helga und Manfred O. Schröder das Wasserschloss von den Missionaren vom Kostbaren Blut, sanierten es denkmalgerecht mit privaten Mitteln in Millionenhöhe und legten damit den Grundstein für die Vereinigten Museen, wie diese in der heutigen Form zu besichtigen sind.

Mit unzähligen kunst- und kulturgeschichtlichen Schätzen aus dem bewegten Leben der Stifter, zusammengeführt durch unzählige Reisen in der ganzen Welt – besonders im Rahmen der Tätigkeit des Herrn Schröder als Generalhonorarkonsul von Ghana -, beherbergen die Vereinigten Museen eine der größten Privatsammlungen dieser Art.

Anlässlich dieses Jubiläums gratulierte die Dorfbevölkerung des Ortes Neuenheerse den Stiftern mit einem Fest am Sonntag, dem 30. Juni 2019.

Herr Heinz Kubiki, Herausgeber des „Newsletter Neuenheerse“ verfasste folgenden Bericht zu diesen Feierlichkeiten. Dafür herzlichsten Dank!

Ehepaar Generalkonsul Manfred O. und Helga Schröder 30 Jahre in Neuenheerse

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(khs) Dieser Festakt zum 30. Geburtstag der Museumswelt im und am Wasserschloss Neuenheerse hatte alles Schöne in sich vereint: strahlenden Sonnenschein, viele frohgelaunte Mitbürger/innen aus Neuenheerse, eine bunte Gästeschar von Nah und Fern sowie ein glückliches Ehepaar Schröder. Mit einem stimmungsvollen und gut besuchten Gottesdienst wurde ein harmonischer Festtag eingeläutet. Pater Thomas Wunram (Missionare vom Kostbaren Blut) gewann die Herzen der Kirchenbesucher durch eine beachtenswerte Predigt, in der er ermutigte nicht nur Zuschauer zu sein, sondern selbst Verantwortung für die Umwelt und Mitmenschen zu übernehmen. Claudia Mertens (Orgel), Wilfried Drüke (Saxophon) und Campbell Shillinglaw (Euphonium) begeisterten mit ihren musikalischen Darbietungen alle Besucher im Eggedom

Das Bild zeigt (v.l.n.r.): Heiko Bulk, Oberst Bernd Ehlebracht, Ehepaar Generalkonsul Manfred O. und Helga Schröder, Karl-Heinz Schwarze während des Festaktes

Unter den Klängen des Spielmannszuges Neuenheerse führte ein langer Festzug mit dem 1. stv. Bürgermeister der Stadt Bad Driburg, Horst Verhoeven, das Ehepaar Schröder anschließend zum Schlossgelände, um einen harmonischen Tag zu erleben. Nach einem Ständchen des Spielmannszuges Neuenheerse und der Alphorngruppe Weserbergland begrüßte Karl-Heinz Schwarze (Trägerverein St. Walburga Neuenheerse) das Ehepaar Generalkonsul Manfred O. und Helga Schröder und erinnerte an ihr 30-jähriges unermüdliches und erfolgreiches Wirken für das Kulturdorf Neuenheerse. Weder die öffentliche Hand noch kommunale Institutionen ließen Ende der 80-er Jahre Interesse am Erhalt des historischen Wasserschlosses erkennen. Allein das Ehepaar Schröder hat mit sehr, sehr hohen privaten Mitteln dieses Schloss innen und außen im Detail restauriert und so dem Ort Neuenheerse eine dauerhafte Identität erhalten. Heute schätzt das Dorf und die Region diese Lebensleistung und sagt mit hohem Respekt Dank, dass sich das Ehepaar Schröder für Neuenheerse entschieden hat. Ein Glücksfall, den man jeden Tag feiern sollte.

Höchste Repräsentanten aus dem In- und Ausland von Politik, Wirtschaft, Kirchen, Bundeswehr, Adel und Verbänden besuchten diese außergewöhnliche Kulturstiftung in Neuenheerse. Das Dorf Neuenheerse gewann parallel jedes Mal durch die mediale Berichterstattung an Aufmerksamkeit. Stellvertretend für diese Bereiche konnte insbesondere Oberst Bernd Ehlebracht, Leiter Bezirksverbindungskommando Detmold, begrüßt werden. Dem Ehepaar Schröder liegt die Bundeswehr sehr am Herzen. Öffentliche Gelöbnisse der Panzerbrigade 21 und des ABC-Abwehrbataillons 7 im Schlossgarten waren ein Teil dieser Verbundenheit.

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Die Gründung der privaten Grundschule St. Walburga ist eine einzigartige Dorfgemeinschaftsleistung. Und auch hier hat sich das Ehepaar Schröder als Teil des Dorfes eingebracht und wesentlich den Erfolg des Genehmigungsprozesses mitgestaltet. Rektorin, Frau Anne Kemper, gehörte zu den gern gesehenen Gästen und erhielt einen herzlichen Willkommensgruß durch Herrn und Frau Schröder. Zu der großen Schar der Gäste zählten: Udo Bernsmann – Klaus Schumacher – Carsten Pohl – Hans-Dieter Fleischer (alle Vorstand Kulturstiftung Schröder), Karl-Heinz Rustemeyer – Bernfried Jacobi (Kuratorium Kulturstiftung Schröder), Alfons Langenhenki (Freund der Familie Schröder), Pater Josef Klingele (Missionare vom Kostbaren Blut) und Matthias Nadenau (St. Kaspar) sowie Altbürgermeister Heinrich Brinkmöller.

Emotionaler Höhepunkt war ein Grußwort aus dem Hause Hohenzollern. Friedrich Wilhelm Prinz von Preußen, selbst 2003 und 2004 Gast bei Carl Joachim Jürgens in Neuenheerse, gratulierte auf diesem Wege den Eheleuten Schröder an diesem Festtag mit den Worten:  „Dies möchte ich zum Anlass nehmen Sie wissen zu lassen, mit welch großer Bewunderung meine Familie schon seit Jahren Ihr vielseitiges soziales und kulturelles Engagement, das weit über die Region hinauswirkt, verfolgt. Ihnen und Ihrem Lebenswerk gebührt Respekt und aller größte Anerkennung!“ Generalkonsul Schröder konnte seine Tränen nicht verbergen. Preußisches Kulturgut ist wesentlicher Bestandteil der Museumsvielfalt und die Schaffenskraft der Eheleute Schröder spiegelt auch die eine oder andere preußische Tugend wieder. Nachfolgend würdigte Heiko Bulk, Vorsitzender Bezirksausschuss Neuenheerse, im Namen der Dorfgemeinschaft die außergewöhnlichen Leistungen von Herrn und Frau Schröder in der Vielfalt der Museumswelt und ihre nie nachlassende Bereitschaft Schloss und Dorf zu fördern. Als Geschenk überreichten Heiko Bulk und Karl-Heinz Schwarze dem Ehepaar Schröder im Namen der Dorfgemeinschaft ein in Eichenholz stilisiertes Neuenheerser Wappen mit den Unterschriften aller Anwesenden auf der Rückseite.

Generalkonsul Schröder dankte auch im Namen seiner Frau der Neuenheerser Dorfgemeinschaft für diesen gelungenen Festakt und die vorbildliche Organisation. Es sei kaum in Worte zu fassen, welche Freude seine Frau und er heute im und durch das Dorf Neuenheerse erfahren hat. Dieses gemeinsame Miteinander und Füreinander muss Ansporn in der Zukunft bleiben.

Mit einem musikalischen Liederreim beendete die Chorgemeinschaft Neuenheerse den Festakt und leitete gleichzeitig zu einem geselligen Beisammensein bei guten Gesprächen, fröhlichem Kinderspiel und Besichtigung der Asien- und Indienausstellung in den St. Hubertus Helga-Hallen ein.

(Verfasser Heinz Kubiki)

Nachfolgend zwei Zeitungsartikel mit freundlicher Genehmigung des Westfalen-Blattes: