Kulturlandschild für Museen Stiftung GHK Manfred Schröder und Helga Schröder ausgezeichnet

4./5. Juli 2009
Westfalen-Blatt Nr. 156
Wolfgang Braun

Neuenheerse Mit dem Kulturlandschild für die Vereinigten Museen im Wasserschloss Heerse ist die sie betreibende Kulturstiftung Honorargeneralkonsul Manfred und Helga Schröder gestern geehrt worden.

Bei der Verleihung durch Landrat Hubertus Backhaus war sogar auch der frühere NRW-Justizminister Rolf Krumsiek als ein alter Freund der Familie Helga und Manfred Schröder zugegen.

Die Verleihung geschehe in Anerkennung der kulturellen Leistungen, die

in 20-jähriger Arbeit mit großen finanziellen privaten Aufwendungen in und am Wasserschloss Heerse vollbracht worden sind

betonte Landrat Hubertus Backhaus. Von den 34 Museen im Kreis seien bisher nur neun mit einem Kulturlandschild ausgezeichnet worden, informierte der Landrat. Die Vereinigten Museen in den Wasserschloss hätten diese Auszeichnung jedoch in einer ganz besonderen Weise verdient. Denn was hier gezeigt werde, die musealen Raritäten aus dem Bereich der Jagdkultur, der europäischen Kulturgeschichte, der Ethnographie und der Naturkunde, seien in Ostwestfalen, wahrscheinlich auch in Nordrhein-Westfalen, einzigartig. Der Landrat nannte dabei das Wasserschloss Heerse in einem Atemzug mit dem Museum im Schloss Corvey:

Wie Corvey hält das Wasserschloss Heerse zu der Bewunderung der Leistungen unserer Vorfahren an.

Ganz besonders wichtig war es für Backhaus hervorzuheben, dass die Investitionen in die Museen, ihren Ausbau und ihre Ausstattung allein aus dem privaten Vermögen des Ehepaars Schröder bestritten worden sei.
Den Erhalt des Wasserschlosses Heerse und der Museen garantiere die sehr gut ausgestattete Kulturstiftung Generalkonsul Manfred und Helga Schröder. „ In Zukunft werden wir immer mehr auf privates Engagement angewiesen sein. Denn die öffentlichen Kassen sind leer. Der Staat ist hoch verschuldet“, sagte Backhaus. Er erwähnte auch, dass es Regierungspräsident Walter Stich war, der den Honorargeneralkonsul nach Neuenheerse „geschoben und gezogen“ habe, um zu verhindern, dass der Spitzendiplomat und Vertretung der Republik Ghana sein geplantes Projekt in Bayern verwirklicht.

Sie sind ein unruhiger Geist und eine Quengler, Herr Honorargeneralkonsul. Aber ohne diese Eigenschaften stünden wir nicht hier im renovierten Museum-Schloss Neuenheerse, der Kreis und OWL wären um vieles ärmer

schloss Backhaus. Honorargeneralkonsul Manfred Schröder würdigte bei der Begrüßung der Gäste die unermüdliche Einsatzfreude des Landrats für den Kreis Höxter. Der Vorsitzende des Stiftungsrates, Dr. Josef Lammers, dankte für die Kulturplakette als Zeichen seiner Anerkennung der Arbeit der Familie Schröder und der Kulturstiftung. „Wenn es ein Museum gibt, das diese Auszeichnung verdient, dann ist es dieses,“ gratulierte Justizminister a.D. Krumsiek zu er Ehrung: Als langjähriger Freund der Familie habe er noch in Erinnerung, unter welch beengten Verhältnissen viele Museumsstücke, die HGKonsul Schröder von Reisen in alle Teile der Erde mitgebracht hatte, in seinem Anwesen in Dortmund verstaut gewesen seien: „Eine solche Leistung ist nicht hoch genug zu bewerten.“ Der Honorargeneralkonsul kündigte an, dass am 7. September Soldaten eines Artillerieregiments im Schlosshof ihr feierliches Gelöbnis ablegen werden.

Eheleute HGK Schröder mit Herrn Landrat Hubertus Backhaus und Herrn Dr. Rolf Krumsiek

Eheleute HGK Schröder mit Herrn Landrat Hubertus Backhaus und Herrn Dr. Rolf Krumsiek

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Foto zeigt: Eheleute HGK Schröder mit Herrn Landrat Hubertus Backhaus und Herrn Dr. Rolf Krumsiek