Pressemitteilung 12. September 2003

Wer in diesem Jahr nicht auf Reisen geht, kann trotzdem viele Länder der Erde kennen lernen.
Es gibt ein Ausflugsziel, wo dies möglich ist: das Wasserschloss Neuenheerse bei Bad Driburg, in dem sich ein Museum für Naturkunde, Ethnographie und Heimatkunde befindet.
In dem kleinen Egge-Ort, der im Übrigen in diesem Jahr das 150jährige Eisenbahnjubiläum begeht, steht seit mehr als 400 Jahren das Abteigebäude des ehemaligen kaiserlichen freiweltlichen hochadeligen Damenstifts Heerse. Das Gebäude, das als Wasserschloss mit umlaufender Gräfte angelegt wurde, gehört heute dem Ehepaar *Honorargeneralkonsul Manfred O. Schröder und Helga Schröder. Beide sind passionierte Jäger und Naturschützer und haben im Laufe vieler Jahre eine der größten
privaten Großsäugersammlungen zusammengetragen.

Man kann hier völlig gefahrlos einem Löwen direkt ins Auge blicken oder einen Eisbären aus der Nähe bestaunen. Die große Anzahl der afrikanischen antilopenarten zeigt die Vielfalt der Schöpfung auf besonders eindrucksvolle Weise. Den Eigentümern ist die Sensibilisierung der Besucher für naturkundliche
Themen ein besonderes Anliegen, das auch Anlass war, im Schloss eine eigene Abteilung zur Jagdkultur in Historischer und heutiger Sicht zu installieren. Einen großen Teil des Hauses und einen Sonderausstellungsbereich im Torhaus nehmen die ethnographischen Exponate ein.
*Honorargeneralkonsul Schröder, der seit über 40 Jahren für das westafrikanische Land Ghana tätig ist, hat auf vielen Reisen , die er dienstlich und privat unternommen hat, Gegenstände und Objekte aus allen Ländern der Erde erworben und stellt diese nun zum Erkenntnisgewinn für die Betrachter hier aus.
Goldstaubgewichte und die Kente-Weberei der Ashanti zeigen traditionelle Eigenheiten dieses Volkes. Sie vermitteln zusammen mit vielen weiteren Objekten afrikanischer Kunst wie Masken und Ahnenfiguren Einsichten in die kulturelle Vielfalt der Welt als Grundlage für jede Verständigung zwischen den Völkern.
Auch die entlegensten Regionen haben die Schröders besucht wie Vanuatu, Pitcairn Island oder die Osterinseln und lassen die Besucher durch die liebevoll dekorierte Ausstellungsstücke an ihren Erfahrungen teilhaben.
Von den etwa 10.000 Exponaten stehen mehrere tausend in der Abteilung „Gesamtdeutsches Heimatmuseum“. Hier wird man anhand von Gegenständen der Land- und
Hauswirtschaft sowie des Handwerks in die ersten Jahrzehnte des vergangenen Jahrhunderts zurückversetzt. Im Außenbereich heißen unter anderem ein westkanadischer Totenpfahl, eine Elefantengruppe aus Granit und viele in Asien gegossene Wildtiere aus Bronze die Besucher willkommen. Zur vollen und halben Stunde erklingt das preußische Glockenspiel, eine Nachbildung des Potsdamer Glockenspiels der zerstörten Garnisonskirche, in dessen Schatten im Preußenjahr 2001 eine Büste Friedrichs des Großen aufgestellt und feierlich enthüllt wurde.
Seit dem Führjahr wird das ehrwürdige Gebäude fachgerecht restauriert und erstrahlt im frischen neuen Anstrich. Gehalt das Museum bislang fast als „Geheimtipp“ in der Region, so kamen in diesem Jahr bereits zahlreiche Gruppen, um die Sammlungen zu besuchen und sich in ferne Länder entführen zu lassen. Nach Anmeldung erhalten Gruppen eine eineinhalbstündige Überblicksführung durch alle drei Abteilungen oder auf Wunsch intensivere Einblicke etwa in die Jagdkultur oder die Kunst des afrikanischen Kontinents.
Einzelbesucher und Kleingruppen erhalten in den Sommermonaten die Möglichkeit, sich am Dienstag der öffentlichen Führung nach Anmeldung anzuschließen. Das Wasserschloss Neuenheerse ist telefonisch zu erreichen unter 05259-930 333.
Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter www.wasserschloss-neuenheerse.de.

*Honorargeneralkonsul – gilt für die gesamt Präsentation.

Quelle: eigene Pressemitteilung