Privataudienz beim Papst – Deutschlands dienstältester Honorargeneralkonsul Manfred O. Schröder ist seiner Heimat Plettenberg bis heute verbunden

Weihnachten 2009
Süderländer Tageblatt
Sabrina Jeide

Kulturstiftung gegründet
Es war eine ganz besondere Ehre und Freude für Manfred O. Schröder, Deutschlands dienstältestem Honorargeneralkonsul: Er war zu einer Privataudienz beim Papst eingeladen.

Plettenberg Der 85- jährige stammt gebürtig aus Plettenberg-Siesel und ist seiner Heimat treu verbunden. Er besucht Plettenberg nach wie vor so oft er kann, die Familien seiner Eltern sind alteingesessene Plettenberger. Doch sein beruflicher Werdegang hielt Schröder nicht in Plettenberg. Vor vielen Jahrzehnten wurde er von dem Staatsgründer der Republik Ghana, Kwame Nkrumah, zum Konsul ernannt.

Seit 1965 ist er Honorarkonsul in Dortmund und seit 1969 Generalhonorarkonsul. Trotz seines hohen Alters kommt er nach wie vor jeden Tag ins Büro, erteilt Visa oder stellt Sterbeurkunden aus. „Ich habe es stets als Pflicht angesehen, diesem Land zu helfen“ erklärt Schröder. Neben seiner Arbeit im Büro ist der Honorargeneralkonsul aber auch viel auf Reisen undkümmert sich um seine Kulturstiftung „Wasserschloss Heerse“, die er gemeinsam mit seiner Frau Helga im Jahr 1988 gründete. Im Januar bricht Schröder zu einer zweimonatigen Reise in nahezu alle südamerikanischen Länder auf. Erst kürzlich wurde im eine ganz besondere Ehre zuteil, als er zu einer Privataudienz bei Papst Benedikt XVI. eingeladen war. Für Schröder, der mit vielen Staatspräsidenten, Königen und Generälen bekannt oder befreundet ist, war dieser Besuch ein Höhepunkt in seinem Leben. Der Generalhonorarkonsul übergab dem Heiligen Vater eine gelbe, mit Stickereien und Kreuz versehene Stola, die von Indianern aus Guatemala gefertigt worden war. Hände haltend sprach der Papst den apostolischen Segen für Manfred O. Schröder und ihm nahe stehende Personen aus.