Sonderausstellung indianischer Volkskunst aus Mittel- uns Südamerika

Das ursprünglich an heiliger Stätte im Jahre 868 durch den dritten Bischof von Paderborn Luithard und seine Schwester Walburga errichtete und unter Reichsschutz durch Kaiser Ludwig den Deutschen stehende Kaiserliche Freiweltliche Hochadelige Damenstift wurde 1599 durch die Äbtissin Ottilie von Fürstenberg als Wasserschloss Heerse erneuert und als Kanonissenstift genutzt.
Neben umfangreichem Grundbesitz wurde auch dieses traditionsträchtige, vollständig renovierte Schloss, das aufgrund seiner Geschichte und des jetzigen Aussehens als ein Teil des Weltkulturerbes betrachtet werden muss, durch die Stiftung Schröder der Öffentlichkeit und den Bürgern von Neuenheerse geschenkt. Diese können nunmehr „mit Fug und Recht“ sagen: „Es ist unser Schloss“, das im Rahmen der Stiftung und der Museen den Bürgern zur Verfügung steht.
Honorargeneralkonsul Manfred O. Schröder und Helga Schröder

Die Ausstellung von Volkskunst aus Mittel- und Südamerika im Treppenhaus des Wasserschlosses Neuenheerse ist komplettiert und zur Besichtigung freigegeben. Es handelt sich im einzelnen um Malereien Mexikanischer Indianer auf Baumrinde mit traditionellem Charakter, darunter sechs vielfarbige Vogelmotive sowie 13 figürlich-naive Szenen des Alltags wie Wettkampf- und Festdarstellungen und des christlichen Glaubenslebens wie Hochzeiten oder christliche Hochfeste.
Des Weiteren befinden sich unter den Stücken zahlreiche textile Stick- und Webarbeiten aus Ecuador, Peru, Mexiko und Guatemala, letztere hergestellt aus Guanaco-Wolle, darunter mehrere der antiken Bilderschrift der Maya nachempfundene Motive oder aztekische Kalenderformen wie auch die sog. „Sonne der Azteken“. Drei großformatige Wandbehänge aus verschiedenfarbigem Lama-Fell in Patchwork-Technik mit Abbildungen des Kondors, des Lamas und einer Tumi-Figur in verglasten Bilderrahmen.

 

In der Abteilung Amerika befindet sich ein Teppich, darstellend den gefiederten Indianerhäuptling Quetzalcoatl, dem der Indianergott gesagt hat: „Da wo auf einer Kaktee einen Adler sitzt mit einer Schlange im Fang, dort gründe die Stadt Mexiko.“ Das ist auch heute noch das Staatsemblem des Staates Mexiko.

Die Ausstellung ist ganzjährig geöffnet.
Infos unter:
Wasserschloss Heerse
Stiftsstr. 2
33014 Bad Driburg-Neuenheerse
Te./AB und Fax: 05259-930333
www.wasserschloss-neuenheerse.de