Tag der Regionen

Pressemeldung vom 30. September 2001

Die Vereinigten Museen im Wasserschloss Neuenheerse und die Junge Union Neuenheerse hatten zum „Tag der Regionen“ zu einem Vortrag in das Landgasthaus Ikenmeyer in Neuenheerse eingeladen. Der Ortsvorsteher Herr Josef Nöltker begrüßte die Anwesenden und bedankte sich herzlich bei beiden Initiatoren und dem Referenten Herrn Hans Barth, Obmann für Biotoppflege und Naturschutz der Kreisjägerschaft Höxter.

Einleitend führte Herr Barth aus, dass der Kreis Höxter einen großen Artenreichtum jagdbarer Tierarten besitze, der in seiner Ausprägung in der Bundesrepublik Deutschland als selten zu bewerten sei. Neben den Hochwildarten Rot-, Dam-, Sika- und Schwarzwild finden Rehwild, Feldhase und Rebhuhn sowie Fuchs, die beiden Marderarten und die Wieselarten in den verschiedenen Landschaftsbereichen des Kreises Höxter einen Lebensraum.

Der Referent veranschaulichte die Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Wildarten und ihrem jeweiligen Lebensraum und stellte dabei die spezifischen Lebens- und Verhaltensweisen der Hoch- und Niederwildarten heraus. Dieses Gefüge zu erhalten, ist ein wichtiger Auftrag der Jägerschaft, die damit einen wertvollen Beitrag im Rahmen der Agenda 21 leisten kann. Die Jäger sollen im Interesse des jagdbaren Wildes handeln, ohne dabei die Bedeutung anderer Tierarten und der Pflanzenwelt zu vergessen. Die Ausübung der Jagd muss sich für ein ausgewogenes Verhältnis innerhalb des Ökosystems engagieren.

In diesem Zusammenhang wurde ein Katalog von Aufgaben und Maßnahmen der Jägerschaft erörtert, der die Bestandssicherung der einzelnen Tierarten zum ziel haben muss. Hierbei gilt es, so Barth, die einzelnen Tierarten in einer waldbaulich sowie ökologisch vertretbaren Dichte zu halten, so dass weder Konkurrenzsituationen mit ihren negativen Auswirkungen der Kulturlandschaft in Erscheinung treten.

Darüber hinaus muss es heute für die Jägerschaft ein Anliegen sein sich um die Erhaltung und Förderung von Biotopstrukturen zu bemühen, denn über vielfältige Biotopstrukturelemente und deren Vernetzung werden Lebensräume geschaffen, die einer Vielzahl von Tierarten eine Existenz ermöglichen. Insofern können und müssen Jäger sich am aktiven Umweltschutz beteiligen, ohne dabei das Nutzgeflügel der Kulturlandschaft zu missachten. Auf diese Weise kann Jagd und Hege als Bestandteil der Nachhaltigkeit im Sinne der Lokalagenda fungieren.

Quelle: eigene Pressemitteilung