Wasserschloss Heerse “Admiral Graf Spee”

April 2010
Bad Driburger Kurier

Die Vereinigten Museen verfügen über eine bilddokumentarische Sammlung über die großen Schiffe dieser Welt. Dazu gehört der Panzerkreuzer Admiral Graf Spee, der durch seinen Kommandanten Kapitän z. See, Hans Langsdorff und dessen fairen humanitären Entschluss der Rettung von Gefangenen und seinen Matrosen weltweite Anerkennung gefunden hat.

Der folgenschwere Entschluss ist u.a. ein Beweis dafür, wie deutsche Offiziere im letzten Weltkrieg gedacht und gehandelt haben und wie Ihnen das Schicksal der Ihnen anvertrauten Menschen am Herzen lag. Für Honorargeneralkonsul Schröder eine Selbstverständlichkeit zu einem kurzen Aufenthalt in Montevideo/Uruguay um das von der Bevölkerung errichtete Monument zu Ehren der Admiral Graf Spee und seines Kommandanten zu besuchen. Das Denkmal wurde durch die Bevölkerung von Montevideo in einer würdigen, von schweren Ankerketten umsäumten Grünanlage direkt im Hafen errichtet. Daneben liegt der Anker der Admiral Graf Spee sowie ein gepanzertes, zum ersten Mal auf einem Kriegsschiff montiertes Entfernungsmessgerät von ca. 12 Meter Breite und einem Gewicht von 13,5 to.
Zu den Ereignissen ist Folgendes zu sagen: Der Kreuzer wurde in einem Gefecht 22 mal getroffen, wobei Matrosen zu Tode kamen. Er lief im Dezember 1939 den neutralen Hafen von Montevideo zur Reparatur an. Die waidwund beschädigte Admiral Graf Spee konnte in 72 Stunden nicht repariert werden. Sie musste wieder auslaufen. Tausende Bewohner von Montevideo säumten als Zuschauer die Ufer in der Annahme, dass die 3 vor der Küste wartenden britischen Kreuzer HMS Achilles, HMS Ajax und HMS Cumberland zum Angriff übergehen würden.
Der Kommandant Kapitän z. See Hans Langsdorff befahl das Auslaufen begleitet von einem deutschen Handelsschiff in den Rio de la Plata. Er veranlasste die an Bord befindlichen Gefangenen und seiner gesamten Besatzung den Kreuzer zu verlassen um auf das ihn begleitende Handelsschiff überzusetzen. Kapitän Langsdorff hatte Sprengsätze in der Admiral Graf Spee anlegen lassen, verließ als Letzter sein Schiff und zündete selbst die Sprengsätze. Das Schiff versank, nachdem es 3 Tage gebrannt hatte, neben der Fahrrinne in den breiten Fluten des Rio de la Plata. Diese Stelle ist markiert. Dieses Gefecht ging in die alliierte Seekriegsgeschichte auch als “Battle of Honor – Schlacht der Ehre” ein.

Auf der gesamten Welt wird jährlich der Toten der letzten Kriege gedacht. Obwohl seit den Ereignissen 70 Jahre vergangen sind werden durch die Bevölkerung von Montevideo ständig Blumen an dem von ihnen errichteten Denkmal zu Ehren der Admiral Graf Spee, seines Kommandanten und seiner Besatzung niedergelegt. Auch HGK Schroeder und seine Frau legten ein Blumenarrangement am Anker der Admiral Graf Spee nieder.

HGK Schröder am Denkmal der Admiral Graf Spee in Mondevideo/Uruguay

HGK Schröder am Denkmal der Admiral Graf Spee in Mondevideo/Uruguay