Wasserschloss Neuenheerse soll einmal Weltkulturerbe werden

19. Mai 2007
OWZ zum Sonntag

Wo Wasser aus dem Boden kommt, da ist der Grund geheiligt

so eröffnete und begründete Honorargeneralkonsul Manfred O. Schröder, der mit seiner Ehefrau Helga das Wasserschloss in Neuenheerse vor einigen Jahren übernommen hat, die Gründung und offizielle Vorstellung der Stiftung Schröder.

Die Kulturstiftung im Wasserschloss, die honorige, gekrönte und ungekrönte Häupter als Gäste empfängt, beherbergt nun die Kulturstiftung Schröder, die ab Januar 2007 als gemeinnützig anerkannt ist. Die Einnahmen aus dem umfangreichen Grundbesitz der Eheleute Schröder stellen die Garantie dafür dar, dass die Stiftung langlebig existieren wird. Zweck der Stiftung, so erläuterte der neunköpfige Vorstand angehörende Sprecher, Karl-Heinz Menne, ist der Erhalt des Wasserschlosses mit seinen Einrichtungen und Sammlungen und der Betrieb der Museen für Naturkunde, Völkerkunde und des Europäischen Kulturgutes. Die Museen sind öffentlich zugänglich und tragen jeweils im Nachnamen die Bezeichnung „Stiftung Honorargeneralkonsul Manfred O. Schröder und Helga Schröder“.

Für wissenschaftliche Veranstaltungen und Fortbildungsmaßnahmen halten die Stifter die Türen des Schlosses in den Seminarräumen für die VHS, Universitäten und Institute für Fort- und Weiterbildung weit geöffnet. Letztendlich, so der Wunsch des Honorargeneralkonsuls und seiner Gemahlin soll alle zwei Jahre ein Stiftungspreis in den Bereichen Kunst, Malerei und dem internationalen Natur-, Umwelt und Landschaftsschutz, ausgelobt werden. Die Preisträger für Arbeiten mit dem Prädikat „Summa cum Laude“ werden durch ein Gremium der Universität Paderborn, Museumsfachleuten und Kunstwissenschaftlern bekannt.

Hohe Ziele, die in der Satzung der Stiftung Schröder festgeschrieben sind. Neben dem Erhalt des Schlosses mit den drei Museen stellt die Stiftung Schröder schon jetzt eine kulturelle Bereicherung für Neuenheerse, die Stadt Bad Driburg und den Kreis Höxter dar.
Angepeilt ist, diese Stätte zu einem Teil des Weltkulturerbes für zukünftige Generationen zu erheben, dies wäre das Tüpfelchen auf dem „I“, das der Stifter und seine Ehefrau verfolgen.